Eine wahre Augenweide, eine Vielfalt an unterschiedlichen Aromen sowie ursprüngliche und unverfälschte Geschmäcker, die gerade deswegen noch mehr begeistern. In ihrem Kern ist sie sehr einfach und basiert auf lokal angebauten Zutaten.

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Die echte traditionelle Küche der Region Prlekija – wer würde sie nicht vergöttern?

Eine wahre Augenweide, eine Vielfalt an unterschiedlichen Aromen sowie ursprüngliche und unverfälschte Geschmäcker, die gerade deswegen noch mehr begeistern. In ihrem Kern ist sie sehr einfach und basiert auf lokal angebauten Zutaten.

Gesäuerte und ungesäuerte Gaumenfreuden aus Weizen-, Roggen- oder Buchweizenmehl, die zusätzlich mit Quark, Grieben, Kräutern sowie frischem oder getrocknetem Obst verfeinert werden. Zu den zahlreichen Köstlichkeiten zählen u. a.: „Gibanica“ (Schichtkuchen), „Pogača“ (Mehlspeise mit unterschiedlichen Füllungen), Postržjača“ (Hefeteig mit Griebenschmalz), „Potica“ (Potitze), „Kvasenica“ (Hefekuchen mit Quark), „Žganci“ (Sterz), „Krapec“ (dünner Kuchen mit unterschiedlichen Belägen), „Solenka“ (Salzgebäck aus Hefeteig) sowie unterschiedliche Brotsorten ...

In der Kulinarik und auf dem Feld spielen auch Kürbisse eine bedeutende Rolle. Kürbiskernöl ist aufgrund seines einzigartigen Aromas, besonderen Geschmackes und anziehenden Äußeren in der Küche der Region Prlekija unentbehrlich.

Kennen Sie die geschützte Fleischspezialität „Prleška tünka“ (Kübelfleisch nach Prlekija Art)? Kluge Bauernköpfe entdeckten bereits vor Jahrhunderten eine besondere Art der Reifung und der Konservierung von Fleisch in Holzkübeln – genannt „Tünka“. Das Fett, das die besten Fleischstücke umgibt – genannt „Zobl“ (Verhackertes) – verhindert,  dass Luft an das Fleisch gelangt, und hat einen besonders edlen Einfluss auf sein Aroma. „Čurke“ (mit Buchweizengerste, Schweinefleisch und gebratenem Schweineblut gefüllte Würste)?

 

„Prezvuršt“ (Presswurst)? „Sireki“ (Quarkkegel)? „Pocane murke“ (Gurken aus Prlekija), ein echter Sommergenuss aus frischen Gurken? Wenn Sie keine dieser Gaumenfreuden auf Ihrer Reise durch Jeruzalem probieren, ist es so, als ob Sie nie da gewesen wären. Vielleicht können wir Sie dafür begeistern und Ihnen sogar beibringen, die ein oder andere dieser Köstlichkeiten selbst zuzubereiten. Die Kulinarik und die mit ihr verbundenen Bräuche sind in unserer Region noch immer lebendiges Erbe. Davon können Sie sich auch selbst bei einer unserer zahlreichen Veranstaltungen überzeugen.

Das ausgezeichnete Angebot weist sich durch die Qualitätszertifizierung der Unionskollektivmarke Jeruzalem Slovenija aus.

 

KULINARIK: ZOBL UND FLEISCH AUS DER TÜNKA

Zobl ist eine sündhaft schmackhafte Spezialität, wenn sie auf das hausgemachte Schwarzbrot, gebacken im Kachelofen, bestrichen wird. Zobl ist ein weißer Aufstrich, normalerweise ohne Fleischstücke, hergestellt aus gebrühtem Speck, der nach dem Kochen geschnitten, gesalzen, gekühlt, vielleicht noch zusätzlich gewürzt und gemahlen worden ist. Schweinefett gehört zu jeder Diätetik, es ist gesund, aber leider wurde es im vergangenen Jahrzehnt oder zwei wegen des Einflusses der industriellen Lebensmittelanbieter verdrängt und degradiert.

Fleisch aus der Tünka ist ebenso eine berühmte kulinarische Besonderheit der Region Prlekija. Die Niederschriften besagen, dass es auf diesem Gebiet schon seit dem 15. Jahrhundert zubereitet wurde. Die Grundlage sind die besten Fleischstücke, in einer angemessenen Größe, die vom Fachmann gesalzen und für 14 Tage in eine Lake eingelegt werden. Die Lake besteht aus abgekochtem Wasser, in das neben dem Salz noch Lorbeerblätter, Knoblauch, Pfeffer und Zwiebel (genannt Lük) zugegeben werden. Das Fleisch muss während der Marinade täglich umgedreht werden.

Wenn die Fleischstücke herausgenommen werden, werden sie normalerweise abgespült, einige tauchen sie aber auch für ein paar Stunden ins saubere Wasser. Das Fleisch wird abgetropft und abgetrocknet, in den Schornstein gehangen damit es räuchert (einige machen das nicht) und danach an der Luft getrocknet. Danach wird es im Ofen gebacken, abgekühlt und in die Tünka ins Zobl eingelegt. Das Fleisch muss gut eingeschmiert sein um den Luftkontakt zu verhindern. Die Qualität des heimischen Fleisches gibt spezielle Struktur und entwickelt ein einzigartiges Aroma.

 

KÜRBISKERNÖL 

Kürbisse sind eine sehr alte Nutzpflanze und die Menschen haben während des Jahrhunderte langen Anbaus viele Sorten gezüchtet, die sich in der Form, Farbe, Größe und nicht zuletzt im Geschmack unterscheiden.

Nach Europa kamen die Kürbisse mit Kolumbus und seinen Nachfolgern. Ihren Platz in der Landwirtschaft bekamen sie im 17. und 18. Jahrhundert. Es gibt keine gute Erklärung über die Entstehung der Kürbisse, deren Kerne ohne Hülsen sind. Die Ölkürbisse, genannt buče golice, entstanden durch Mutation, die angeblich Ende des 19. Jahrhunderts passierte, wahrscheinlich auf dem Gebiet des heutigen Sloweniens.

Golica ist der Kürbis, aus dem auch heute noch, genau wie vor mehr als hundert Jahren, das wertvolle Kürbiskernöl gewonnen wird. Ganze 2,8 kg trockener Kürbisskerne braucht man, um einen Liter des wertvollen dickflüssigen Kürbiskernöls zu pressen.

Die Kerne enthalten viele pflanzliche Proteine und ungesättigte Fettsäuren, so wie viel Magnesium, Calcium, Silizium, Selen und Zink, aber auch Vitamine A, B1, B2, C, D und E. Enthalten ist auch die Aminosäure Cucurbitin, die besonders effektiv die Wucherung der Prostata-Drüse hemmt.

Die Ärzte empfehlen den Verzehr des Kürbisskernöls bei schlechter Blasenfunktion und für die Senkung des Cholesterinwerts. Die Vitamine haben eine positive Wirkung auf das Nervensystem und vergrößern auch die Muskelkraft.

Beim Kürbiskernöl sind wir immer, ehrlich gesagt, im kleinen Konflikt - es ist zwar Öl, aber es ist viel mehr als nur das. Eher würden wir ihn in die Klasse der Gewürze und Delikatessen einstufen, denn es hat wegen des Reichtums an Aromen und Geschmack mehr mit ihnen gemeinsam.

Das erste Merkmal, das ins Auge fällt ist seine intensive, geheimnisvolle Farbe. Auf den ersten Blick grüne Farbe, die beim näheren betrachten rote - blutrote Farbakzente offenbart. Solch ein Öl ist das reine Öl slowenischer Herkunft, denn wie es aussieht kommt es, wegen des speziellen Klimas, zu diesem roten Farbakzent nur bei uns. Das reine Kürbiskernöl ist zähflüssig, dickflüssig und deswegen fließt es "still". Dem Geruch nach hat es ein starkes Aroma, erkennbar ist eine Wallnussnote (nach grünen Schalen und Blättern) und im Geschmack eine Note gebratener Haselnüsse.

Das Kürbiskernöl ist nicht nur ein Salatgewürz (man benutzt es für den Kartoffelsalat mit Zwiebeln, Krautsalat, Bohnensalat mit Zwiebeln, Tomatensalat, grünen Salat und weitere), sondern eignet sich auch zum Braten ausgezeichnet (vermischt mit Weiß-, Sonnenblumen- oder Rapsöl). Versuchen Sie eine Forelle zu braten und dazu Buchweizenbrei und einen trockenen oder halbtrockenen Rheinriesling zu servieren. Ausgezeichnet schmeckt es auch in verschiedenen Aufstrichen mit jungen nicht gereiften Käsesorten.